Schlafen ist gesund und ein gesunder Mensch ist ausgeglichener und leistungsfähiger. Aber was, wenn Schlafen zum Problem wird? Nicht wenige Wissenschaftler propagieren, dass Schlafmangel eines der größten Gesundheitsprobleme der Neuzeit ist. Die Hälfte der Menschheit wird irgendwann unter Schlaflosigkeit leiden. Studien haben erwiesen, dass Schlafentzug Auslöser vieler Krankheiten sein kann und bestehende Beschwerden verschlimmert. So führen Schlafprobleme nicht nur zu Konzentrationsstörungen und verringerter Leistungsfähigkeit, sondern auch zu Depressionen und Herzproblemen. Am Ende steht vielfach eine geringere Lebenserwartung. 

Am Ende der Dokumentation "Über die Müdigkeit - Schlafen 2.0" resümiert Prof. David Dinges von der medizinischen Universität Pennsylvenia: "Nach heutigem Stand der Dinge, würde ich behaupten, dass es keinerlei chemischen Ersatz für Schlaf gibt." Mit anderen Worten: Um gesund zu bleiben, müssen wir ausreichend schlafen. Schlaf ist die dritte Säule der Gesundheit - nach Ernährung und Bewegung.

Viele Menschen leiden unter Ein- und/oder Durchschlafstörungen. Schichtarbeiter sind besonders betroffen. Obwohl sie beim Zubettgehen müde sind, liegen sie anschließend stundenlang wach. Und wenn sie nachts aufwachen, ergeht es ihnen ähnlich. Sie ärgern sich über das Erwachen, sorgen sich, nicht genug Schlaf zu bekommen und spüren zunehmend Angst, den Herausforderungen von Arbeit und Alltag nicht gewachsen zu sein. Die innerliche Anspannung steigt und bewirkt, dass ohne Schlaftabletten bald nichts mehr geht.

Denn wer wiederholt nicht schlafen kann, ist nicht mehr richtig leistungsfähig und verfällt in eine gedrückte Stimmung. Ins Bett zu gehen, wird dann regelmäßig von dem Gedanken begleitet: 'Hoffentlich kann ich heute einschlafen!' Diese Erwartungshaltung und das daraus resultierende Sich-Selbst-Beobachten führt zu einer erhöhten Anspannung, die ein natürliches Einschlafen wiederum hemmt. Die Angst vor der nächsten Nacht oder vor dem nächsten Wachliegen steigt und erhöht die Anspannung. So schaukeln sich Schlafstörungen, Angst und Anspannung gegenseitig hoch.

Langsam schleicht sich die Überzeugung ein, dass man selbst nicht mehr normal einschlafen kann. Schlaftabletten scheinen zu helfen. Doch sie verstärken nur den Teufelskreis.

Einschlafen neu lernen

Ist die Schlafstörung erst mal da, nützen die meisten guten Ratschläge nicht viel. Trotzdem haben wir einige davon für Euch gesammelt (zum Download). Was wirklich hilft, ist Lernen - lernen, wie man die Aufmerksamkeit von den Gedanken weg zum Körper hinlenken und diese Wahrnehmung aufrechterhalten kann. Das klingt ganz einfach, ist aber tatsächlich ein Lernprozess, in dessen Verlauf man sich darüber klar wird, was es überhaupt bedeutet, mal wirklich ganz aufmerksam zu sein und dann auch noch für sich selbst. Genau wie wir unsere Muskeln trainieren müssen, wenn wir an Kraft und Ausdauer zulegen wollen, so müssen wir auch den Muskel unserer Aufmerksamkeit trainieren. Regelmäßigkeit, Disziplin und Ausdauer sind dabei Grundvoraussetzungen. 

Für ein solches Training gibt es bewährte Methoden wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Meditation bzw. Achtsamkeitstraining. Hier gilt es zunächst mit einem langen Atem zu starten. Erfolg ist bei Schlafstörungen nicht über Nacht zu erreichen. Insbesondere bei chronischen Symptomen muss mit einem längeren Training gerechnet werden. Es gibt zwar auch immer wieder Beispiele für schnelle Veränderungen, doch mit solchen Erwartungen zu starten, erzeugt nur neuen Druck. Gut ist es, regelmäßig eine der genannten Techniken zu praktizieren und ihre gute Wirkung unabhängig von unserem Schlaferleben zu geniessen. Wenn sich im Laufe der Zeit mehr und mehr Entspannung und Gelassenheit ausbreiten, wirkt sich das möglicherweise ganz nebenbei auch auf unseren Schlaf aus.

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22.01.18 18:30 h - 21:00 h Manuela Haase
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"Viel Leid und viel Unglück entstehen, wenn Du jeden Gedanken, der Dir durch den Kopf geht, für die Wahrheit hältst. Situationen machen nicht unglücklich. Sie mögen physische Schmerzen verursachen, aber sie machen nicht unglücklich. Deine Gedanken machen dich unglücklich. Deine Interpretation, die Geschichten, die Du selbst dazu erfindest, machen Dich unglücklich."
Eckhart Tolle
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