Stress ist unausweichlich und gehört zum Leben wie der nächste Atemzug. Auf der einfachsten Ebene ist Stress eine wichtige körperliche Reaktion, die uns wach macht und Kraft zur Verfügung stellt. Grundsätzlich ist Stress also nützlich und gesundheitlich unbedenklich.

Moderne Stressfaktoren

Was uns heutzutage stresst, ist individuell verschieden. Grob lassen sich folgende Stressoren unterscheiden:

Physische Stressoren wie Lärm, Hitze, Kälte, Temperaturschwankungen, Luftdruckänderungen, Hunger, Krankheiten, Verletzungen, schwere körperliche Arbeit, langes Autofahren, Reizüberflutung, falsche Ernährung, Nährstoffmangel, Schlafmangel, Schmerz, Umweltverschmutzung, Wohnen in künstlicher Umgebung, E-Smog.

Psychische Stressoren wie Versagensängste, Überforderung, Fremdbestimmung, Zeitmangel, Hetze, Kontrollverlust, Existenz- und Zukunftsängste, Unsicherheit, Reozüberflutung, Termin- und Leistungsdruck.

Soziale Stressoren wie Konflikte, Aggressionen, Isolation, ungebetener Besuch, Mobbing, Arbeitsplatzverlust, Verluste durch Tod, Trennung oder Scheidung, Kriminalität.

Insbesondere aufgrund technologischer Entwicklungen hat sich unser Alltag in den letzten 100 Jahren enorm verändert. Weil Maschinen schneller und ausdauernder sind als wir, hat es sich ergeben, dass wir ständig beschäftigt sein können (mit Arbeit, mit Entertainment...) und manche von uns machen das auch - mit fatalen Konsequenzen, auch "Burnout" genannt. Denn Körper und Geist sind die alten geblieben. Sie brauchen immer noch Pausen, müssen sich erholen und können wohl auch in den nächsten Jahren nicht mit der Geschwindigkeit und Ausdauer von Maschinen mithalten.  Erinnern Sie sich noch, dass es früher im Fernsehen mal eine Sendepause gab? Oder wie es war als man noch kein eigenes Telefon hatte?

Neben der Geschwindigkeit haben sich auch viele andere Dinge geändert: was wir essen (nicht aus dem Garten, sondern aus dem Supermarkt), wie wir essen (nebenbei, nicht nach Bedürfnis sondern nach Gegebenheiten), wie wir wohnen (viele künstliche Stoffe), welchen Einflüssen wir ausgesetzt sind (Umweltverschmutzung, E-Smog, Lärm), wie wir uns zueinander verhalten (Wettbewerb).

Ja, die Zeiten haben sich geändert. Das fordert von uns ebenfalls, dass wir uns ändern. Nicht, dass wir nun schneller werden müssen. Nein, im Gegenteil. Wir müssen lernen, uns bewußt dem Strom der Möglichkeiten zu entziehen und zur Ruhe zu kommen. Das erfordert zwei Fähigkeiten: Selbstliebe und Selbstaufmerksamkeit. Das wurde in der Schule nicht gelehrt. Ist aber heute zunehmend wichtig, um die eigene Gesundheit zu erhalten.

Selbstaufmerksamkeit

Ruhe und Innehalten bilden ein wichtiges Lebensprinzip. In einer Welt, die uns mit vielen Reizen lockt und mit hohen Erwartungen unter Druck setzt, brauchen wir einen guten Zugang zu uns selbst. Es ist wichtig, zu spüren, was wir spüren. Unser Körper gibt uns in jedem Moment die Information, was wir gerade brauchen. Doch je mehr Außenreize auf uns einwirken, desto weniger nehmen wir uns selbst noch wahr. (Oder spüren Sie Ihren Atem während Sie einen Film schauen oder einkaufen?) Die Schulung einer differenzierten Körperwahrnehmung wie auch der Fähigkeit, im Strom der Ereignisse bewußt innezuhalten, sind also wichtige Schritte, wenn wir Stress abbauen wollen. Sie können uns helfen, dort wo wir frei sind, einfach unseren Bedürfnissen zu folgen und dort, wo wir nicht frei sind, uns gerade soweit etwas Gutes zu tun, wie es eben möglich ist.

Selbstliebe

Warum Selbstliebe fragen Sie? Nun, es ist für viele Menschen leichter, für andere da zu sein, als sich um sich selbst zu kümmern. Das mag daran liegen, dass wir mit dem Verständnis aufgewachsen sind, es sei ehrbarer sich für andere aufzuopfern, als egoistisch die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Leider greift dieses Verständnis viel zu kurz. Denn wer kann wirklich für andere da sein, wenn er erschöpft ist, weil er vergessen hat, sich um sich selbst zu kümmern? Wir brauchen eine neue, gesunde Haltung zu unseren Bedürfnissen, besonders zu unseren Ruhebedürfnissen. Und wir müssen lernen, dass wir es wert sind, uns zuerst um uns selbst zu kümmern und wie wichtig das ist.

Aller Anfang ist schwer ... oder?

Eigentlich braucht es nicht viel, um Stress regelmäßig abzubauen. Denn jeder kann atmen, jeder kann für einen Augenblick die Augen schließen, ausruhen ... Was uns oft hindert sind mangelnde Selbstwahrnehmung, unsere inneren Antreiber ("Nur das noch schnell erledigen." und dann dies und jenes ...) und unsere Überzeugungen, was wichtig ist. (Und nur ganz nebenbei wichtiges ist nicht zwangsläufig gesund!) Sie sind ein starkes Team, an das wir uns gewöhnt haben.

Um ein neues Team aufzubauen, braucht es einige Entschlossenheit. Zudem ist es erfahrungsgemäß sehr hilfreich, sich im Rahmen eines systematischen Trainings zu schulen. Yoga, Autogenes Training, MBSR, PMR - all das sind Verfahren, die bei regelmäßiger Praxis unsere Fähigkeit stärken, aufmerksam für uns selbst zu sein.

Gerade, wenn man viel Stress erlebt, ist es gut, solch ein Training in einer Gruppe zu beginnen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Wir erhalten eine erfahrene Anleitung durch den Kursleiter, der uns bei Hindernissen individuell unterstützen kann.
  • Wir haben einen Termin, den wir fest einplanen, um uns regelmäßig auf den Weg zu machen.
  • Wir bekommen zusätzliche wertvolle Informationen.
  • Wir können uns über Erfahrungen austauschen, Fragen besprechen und voneinander lernen.
  • Wir treffen Gleichgesinnte, erfahren, dass wir mit unserem Stress nicht allein sind und lernen manchmal auch neue Freunde kennen.
  • Wir motivieren und inspirieren uns gegenseitig.
  • Wir erfahren, wie schön es ist, gemeinsam zur Ruhe zu kommen. 

Wenn nicht jetzt, wann?

Sie wollen anfangen, sich zu umsorgen? Dann finden Sie in uns kompetente Ansprechpartner/innen und Trainer/innen. Wir

  • verfügen über langjährige Erfahrung und vermitteln bewährte Konzepte ( Autogenes Training, MBSR, Progressive Muskelentspannung )
  • beraten Menschen, welche Methoden individuell sinnvoll und geeignet sind
  • führen Kurse, Seminare und Workshops durch: authentisch, menschlich, kompetent und mit viel Begeisterung
  • arbeiten in kleinen Gruppen mit Platz für persönliche Anliegen und Erfahrungsaustausch
  • arbeiten in geeigneten Räumen, die das Training auch atmosphärisch unterstützen.

» Klangkonzert
24.11.17 19:00 h - 20:00 h Claudia Patz
» Achtsamkeitstag - Tag der...
25.11.17 09:00 h - 16:00 h Manuela Haase
» Yoga - Tanz
01.12.17 17:00 h - 21:00 h Franka Leverenz
» Systemische Familienaufst...
02.12.17 - 03.12.17 Birgit Voss
» Feldenkrais
09.12.17 11:00 h - 14:00 h Bettina Gronemeyer
» MBSR - Stressbewältigung ...
22.01.18 18:30 h - 21:00 h Manuela Haase
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"Atmen alleine bedeutet noch nicht, dass man lebt; es zeigt nur, wer beerdigt werden darf und wer nicht."
Marlo Morgan
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